Forellenquintett

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Der Roman und Krimi-Bestseller von Ulrich Ritzel „Forellenquintett“ hat mich nicht restlos überzeugt.
Da versteckt ein Mann einen in einer Tüte versteckten Kopf unter einer Kirchenbank in Polen, wird anschließend bei seiner Flucht in Berlin überfallen, wobei er eine schwere Kopfwunde davonträgt. Fortan verhält er sich so, als ob er sich seiner Stimme und Sprache nicht mehr bewusst ist. Doch wie lange kann ein Mensch seine Umwelt, seine Ärzte und Pfleger, Psychologen darüber täuschen, dass er angeblich nichts versteht?
Das nun kopflose Opfer, eine Frau im Zeugenschutzprogramm, musste ausgerechnet in der Wohnung einer Freundin der nun ermittelnden Kommissarin Wegenast zu Tode kommen. Was es mit dem Verhältnis zu dieser Freundin auf sich hat, dazu muss man wohl die vorhergehenden Bände über die Fälle der Kommissarin lesen, ohne dieses Wissen ist es schwierig dem zu folgen.
Dazu kommen jetzt noch Eltern, die auf der Suche nach ihrem lange verschollenen Sohn sind. Er soll eines Tages nach einem Unwetter ertrunken sein. Ausgerechnet er, ein Genie am Klavier. Als der verstummte Mann aus Berlin sich während einer Therapiestunde an ein solches Instrument setzt, wird darüber in einer Zeitung berichtet. Die Mutter des seit 17 Jahren Vermissten, die am Bodensee lebt, ist überzeugt, das kann nur ihr Junge sein. Nun kommen noch etliche frühere Schulkameraden ins Spiel, holen doch die Eltern den vermeintlichen Sohn nach Hause. Der sagt weiterhin kein Wort! Wer mit wem nun welches böses Spiel in dem Dorf treibt, das ist ein munteres hin und her. Gewürzt wird das alles noch mit anonymen Briefen, die bei vielen Dorfbewohnern im Postkasten liegen.
Die Kommissarin muss nun zwischen der kopflosen Leiche, dem schweigsamen Vielleichtsohn und ihren eigenen anonymen Briefen, die sie wegen eines alten Falles erhält, ermitteln,wie alles zusammenhängt.
Doch das sind noch längst nicht alle Protagonisten, die im Buch auftauchen. Man muss schon am Ball bleiben beziehungsweise das Buch zügig lesen und nicht lange aus der Hand legen, sonst verliert man vollends den Faden. Nicht nur die Freundin, die ich anfangs erwähnt habe, scheint bereits in alten Fällen eine Rolle gespielt zu haben. Es werden zwar keine der zahlreichen Protagonisten „vergessen“, doch für meinen Geschmack sind es zu viele. Dabei sind die Anekdoten einer Wahrsagerin, oder eines Wirtshauses sehr erfrischend. Nicht zu vergessen die Figur des „Musikprofessors“, der dem Dorf einen Chor und viele Musikabende ermöglicht sowie für manch eine Überraschung gut ist. Und: bei dem der seit 17 Jahren verschollene Sohn Klavierunterricht genossen hat. Ob dieser nun wieder auftaucht?
Weitere Informationen über den Autor und seine Werke finden sich zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Ritzel oder https://www.randomhouse.de/Autor/Ulrich-Ritzel/p53928.rhd

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