Kontrolle.Macht.Tod.

kontrolle-neu_600x600

Kontrolle.Macht.Tod. Molden und die Fesseln der Angst von Klaus Schuker. Es ist nicht der erste Kriminalroman des Autors, dieser ist als Psyhothriller deklariert, was man so stehen lassen kann. Der Umschlag ist sehr dunkel gehalten, wodurch die Schrift nicht gut lesbar ist, obwohl der Titel in Weiß/Grau abgesetzt ist. Für die Freunde der Haptik ist dieser zu erspüren. Die Schnittkanten der Seiten sind in Orange gehalten, was auf jeden Fall im Buchhandel auffällig ist.
Nun zum wichtigsten Protagonisten: Molden ist ein Privatdetektiv, 54 Jahre alt, der erfreulicherweise kein verbiesteter ehemaliger Polizist ist, sondern nur ein Mensch, der gerne für sich arbeitet, und zwar alleine und ganz in Ruhe. Natürlich hat aber auch er sein Päckchen zu tragen; dass er das aber nach etlichen Jahren, die er nun leidet, immer noch mit sich herumtragen muss, ist bitter, da kann der Leser nur hoffen, dass die Liebe, die er in der Geschichte findet, ihm endlich darüber hinweg hilft. Aber zunächst zum Inhalt. Da werden junge Frauen erst entsetzlich gefesselt, um anschließend ihr Leben zu verlieren. Und das jedes mal auf eine andere Weise, an einem anderen Ort. Dabei geht es dem Killer ausschließlich um die drei im Titel beschriebenen Dinge: Kontrolle, Macht und Tod. Die abwechslungsreichen Tatorte der Verbrechen lassen auf einen nicht gerade dummen Täter schließen, die Leichen werden immer an gut platzierten Stellen aufgefunden. Der Autor belässt es dabei, von Straßenzügen, Ortskern und ähnlichen Begebenheiten zu schreiben, der Name der Stadt bleibt diesmal außen vor. Es kann fast überall sein.
Ein erster Verdächtiger ist schnell ausgemacht, und das hat mir sehr gut gefallen! Die Studie von Babbel-Georg, wie er so auf sich konzentriert, die wichtige Aktentasche an sich gepresst eine Straße entlang huscht, nur um dann auf SEINEM Weg eine Frau vorzufinden. Aber er muss doch zur Arbeit, das geht so nicht. Und die liegt einfach so da, will nicht mit ihm reden und auch nicht aufstehen und weggehen. Da kann man sich in Babbel-Georg hineinfühlen, hineindenken, das ist wirklich gut. Diese Figur ist bis zum Schluss hervorragend beschrieben.
Der Privatdetektiv Molden ist derweil damit beschäftigt, sich mit seinen Fällen auseinanderzusetzen, und auch seine Gefühlswelt muss einiges durchstehen. Verliebt er sich doch nach einem Zusammenprall in der Tiefgarage in eine sehr viel jüngere Frau, Greta. Die Geschichte dieser jungen Liebe kommt mir teilweise wie abgehackt vor. Als ob ein paar Seiten aus Versehen gelöscht wurden und dadurch teilweise unverständlich ist. Kompliziert wird es, als Molden von einer Frau gebeten wird, einen anonymen Anrufer ausfindig zu machen, der fälschlicherweise ihren Sohn mit dem Mord eines der Mädchen in Verbindung bringt. So kommt es, dass er und die zuständigen Kriminalbeamten zueinander in Kontakt kommen. Dabei fällt der Leiter, Dormischatt, positiv von den sonst üblichen Beamten auf. Ruhig, sachlich und kompetent geht er den Spuren nach, wenn es auch nicht viele sind.
Trotzdem hat das Buch seine Schwächen, gerade was die Liebe zwischen Molden und Greta anbelangt. Vielleicht ist es aber nicht der letzte Fall mit Molden und wir erfahren weiteres.
Am Ende kommt es zu einem richtigen Knaller für Molden und Dormischatt, was die Lösung des Falles anbelangt. Da merkt man so richtig, dass es sich um einen Psychothriller handelt.
Die Webseite des Autors ist witzig gestaltet, hier die Adresse für weiter Informationen. Dort sind auch die anderen Kriminalfälle aufgeführt, übrigens nicht nur für Erwachsene:

http://www.klaus-schuker.de/buecher.php

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s